Gefäßchirurgie2020-09-30T12:32:40+02:00

Gefäßchirurgie

Chirurgie | Sankt Gertrauden-Krankenhaus Berlin
Chirurgie | Sankt Gertrauden-Krankenhaus Berlin
x  Sekretariat  Tanja Meyer
  Tel. 030 8272 – 2891
  Fax 030 8272 – 29 2891
  E-Mail gefaesschirurgie@sankt-gertrauden.de

In der Abteilung für Gefäßchirurgie am Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin Wilmersdorf behandeln wir das gesamte Spektrum von Gefäßerkrankungen. Eine sorgfältige Diagnostik sowie eine an den neuesten medizinischen Erkenntnissen orientierte Wahl der verschiedenen Therapiemöglichkeiten bestimmen unsere Arbeit.

Unsere Behandlungsmöglichkeiten im gefäßmedizinischen Team beinhaltet die Angiologie, Radiologie und Diabetologie mit konservativen Therapien, interventionelle Katheterverfahren sowie minimal-invasive und offene Operationen. Wir orientieren uns an den Leitlinien der deutschen Fachgesellschaften.

Lernen Sie hier unser Team und das vielfältige Leistungsspektrum kennen.

N E W S

Besuche im SGK: Aktuelle Regelungen

Berlin, 2.7.2020 – Patienten des Sankt Gertrauden-Krankenhaus können wieder Besuch bekommen. Um der Verantwortung für die Sicherheit...

U N S E R  T E A M

Chefarzt Prof. Dr. med. Oliver Kaschke

––– Dr. med. univ.
––– Ioannis Passaloglou
––– Chefarzt

Dr. med. Carsten Giesche
Oberarzt

Leitender Arzt Diabetologie

Abdulmuhsen Alhadi
Oberarzt

Dr. med. Kerstin Lingemann Fachärztin Gefäßchirurgie | Sankt Gertrauden-Krankenhaus Berlin

Dr. med. Kerstin Lingemann
Fachärztin

Kai Strube
Assistenzarzt 

Dr. med. Gregor Richter
Assistenzarzt

Seyed M. Hashemi
Assistenzarzt

Johanna Kießling
Assistenzärztin

Die Ausstattung

Unser Gefäßzentrum verfügt für die Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen über eine moderne Ausstattung.

  • Hybrid-OP
  • zwei moderne Angiographieeinheiten (DSA-fähig)
  • CT mit CT-Angiographie
  • Magnetresonant-Angiographie (MRA)
  • DSA-fähiger C-Bogen
  • CO2-Angio
  • hochmoderne Duplexsonographiegeräte

Das Team der Gefäßchirurgie arbeitet eng mit weiteren Abteilungen des Sankt Gertrauden-Krankenhauses zusammen und sieht sich als Teil des panvaskulären Teams, das aus den Abteilungen für Angiologie, Kardiologie, Diabetologie, Radiologie und Gefäßchirurgie besteht.

Das Leistungsspektrum

In der Klinik für Gefäßchirurgie des Sankt Gertrauden-Krankenhaus werden Patientinnen und Patienten nach aktuellen Standards und gemäß den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie behandelt.

Aufgrund der Erfahrung, dass der Mensch so alt ist, wie seine Gefäße, richten wir ein großes Augenmerk auf die Untersuchung und Behandlung von allen Gefäßabschnitten. Die dafür notwendige Diagnostik wird durch die Gefäßchirurgie selbst und durch enge Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Angiologie und Radiologie in und am Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin Wilmersdorf gewährleistet.

Wir behandeln das gesamte Spektrum für Gefäßerkrankungen. Zu den Schwerpunkten in der Behandlung gehören die folgenden Krankheitsbilder und Operationen:

Bedingt durch Alter oder Risikofaktoren (Rauchen, männliches Geschlecht, Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, familiäre Belastung) kann es zu Aussackungen oder gar Einrissen der Gefäßinnenwand kommen. Erreichen diese Aussackungen eine bestimmte Größe, Form oder Wachstumsrate, so sollte eine Behandlung geplant werden. Im Falle eines akuten Einrisses muss dies teilweise sehr schnell erfolgen.

Wir führen die Behandlung der Aorta durch, im thorakalen Bereich nur endovaskulär und im abdominellen Bereich endovaskulär und offen operativ. Im abdominellen Bereich wird je nach anatomischen Voraussetzungen eine schonendere endovaskuläre Versorgung oder ein konventioneller offener Ersatz der Aorta durchgeführt. Für die endovaskuläre, minimal invasive Technik benutzen wir einfache endovaskuläre Prothesen oder auch sogenannte maßgefertigte gebranchte oder fenestrierte Prothesen.
Die gebranchten/fenstrierten Prothesen werden nach unseren Vorgaben maßgefertigt für jeden Patienten individuell hergestellt. Für die Notfallversorgung stehen ausreichend geeignete Prothesen rund um die Uhr zur Verfügung.
Wenn anatomisch möglich benutzen wir Punktionen und Verschlusssysteme, so dass wir die meisten Operationen in unserem Aortenzentrum in Schlüssellochtechnik durchführen können.

Durch die enge Anbindung an unsere Intensivstation ist eine optimale Versorgung für die unmittelbare postoperative Versorgung gewährleistet, ein optimales Setting für unser Aortenzentrum.

Nachsorge

Zur Nachsorge nach Implantation eines Aortenstents bieten wir die Untersuchung mit einem Kontrastmittel-Ultraschall an (CEUS; Contrast-Enhanced-Ultra-Sonography). Diese Methode erfolgt ohne Strahlung und das Kontrastmittel nicht nierenschädigend.

Aortenscreening
Männer ab 65 Jahre sind vergleichsweise häufig von Aneurysmen der Bauchschlagadern betroffen. Bei Frauen treten Aortenaneurysmen seltener auf, sodass ein Screening bei Frauen ab 65 Jahren empfohlen wird, wenn zusätzlich eine positive Raucheranamnese vorliegt. Ein Aortenscreening bieten wir gerne in unserem angebundenen Medizinischen Versorgungszentrum an. Für eine Terminvereinbarung melden Sie sich bitte unter der 030 8272 – 2940.

Bei hochgradigen Verengungen einer oder gar beider Halsschlagadern kann es zu Durchblutungsstörung des Gehirns kommen, oder es können sich Partikel aus der verengten Arterienwand ablösen, die zu Schlaganfällen führen. Oft gehen Symptome wie vorübergehender Verlust eines Gesichtsfeldes voraus.

Nach Durchführung eines Ultraschall und gegebenenfalls CT/MRT der Kopf-Hals-Gefäße, erfolgt die Entscheidung ob und mit welcher Methode die Therapie erfolgen soll. Wir bieten entsprechend den Standards der Carotischirurgie die Ausschälplastiken mit einer biologischen Patcherweiterung (Thrombendarteriektomie) und die Umstülpplastik (Eversionsendarteriektomie) an.

Carotisstent
Grundsätzlich kann auch eine Therapie mit Ballon-Dehnung und Stentimplantation durchgeführt werden. Hierbei wird in unserer Klinik immer mit einem Filtersystem gearbeitet, dass das Auftreten eines Schlaganfalls durch Verschleppung von kleinsten Partikeln aus der Arterienwand verhindert. Diese Therapie eignet sich insbesondere für Hochrisikopatienten bei denen eine offene Operation zu kritisch wäre, aber auch für Patienten mit Rezidiv-Verengungen nach offenen Operation, oder bei optimalen anatomischen Verhältnissen.

Dabei betreut ein Neurologe sie durchgehend mit und untersucht Sie vor und nach der Operation.

Durchblutungsstörungen der Beine und Füße sind oft durch Verkalkungen und Verengungen der Becken und Leistengefäße bedingt. Diabetiker neigen eher zu Verschlüssen der Unterschenkelgefäße.

Am Anfang steht für die Betroffenen eine Einschränkung der Gehstrecke. Nach einer gewissen Strecke müssen Pausen wegen Schmerzen oder Ziehen in den Waden eingehalten werden – daher der Begriff der “Schaufensterkrankheit”. In fortgeschritteneren Stadien droht das Absterben der Zehen oder Füße („Raucherbein“).

In unserem Gefäßzentrum erfolgt die sorgfältige Diagnostik mit Knöcheldruckmessung, Gewebesauerstoff-Konzentration, Gefäßultraschall sowie MRT oder CT der Becken-Beinarterien.

Anschließend wird die schonendste und nachhaltigste Behandlungsmethode nach nationalen, internationalen Leitlinien und Empfehlungen von Fachgesellschaften gewählt. Dabei ist die enge Zusammenarbeit mit unserer Angiologie von großem Vorteil, da oft eine interventionelle Lösung durch eine Katheter Behandlung ggf. mit Stentimplantation möglich ist. 

Wir bieten alle etablierten Methoden wie Ausschälplastiken, Patchplastiken, Bypassoperationen (künstlich oder mit eigener Vene) Ballondilatationen und Stentgraftimplantationen an. Welches Vorgehen dabei für welchen Patienten das beste Therapiekonzept darstellt, entscheiden wir interdisziplinär mit unseren Kollegen der Angiologie.

Bei schon eingetretenem irreversiblem Gewebsverlust haben wir uns auf die schonende Wundversorgung spezialisiert. Das bedeutet, das nur so wenig wie möglich amputiert und die Zeit zur Heilung gegeben wird, unter ständiger Prüfung der den Heilungsprozess beeinflussenden Faktoren (Durchblutung, Infektionen, Blutzuckereinstellung).

Des Weiteren erfolgt in unserer Klinik insbesondere bei Patienten mit Diabetes mellitus immer eine interdisziplinäre Versorgung mit Gefäßchirurgen, Diabetologen und Angiologen. Unsere Diabetes-Patienten werden federführend durch einen ausgewiesenen Diabetologen versorgt.

Sind die den Darm versorgenden Gefäße von einer Verschlusskrankheit betroffen, so haben diese Patienten oft nach dem Essen – also während der Verdauungsphase – Bauchschmerzen, da der Blutfluss im Darm dann gesteigert ist. Im schlimmsten Fall können Darmanteile absterben, was mit einer hohen Sterblichkeit einhergeht.

Da oft die direkt von der Hauptschlagader abgehenden Abschnitte betroffen sind, können diese im Rahmen von Angiographien mittels Ballondehnung Stentimplantation versorgt werden. Sind die Engstellen so nicht angehbar, müssen die Gefäße in einer offenen Bauchoperation rekonstruiert oder mittels Bypässen umgangen werden. Diese Operationen werden teilweise zusammen mit unserer Viszeralchirurgie durchgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms (DFS). Eine Kombination aus diabetisch bedingten Fußfehlstellungen, vermindertem Gespür, einem eingeschränktem Immunsystem und Gefäßveränderungen kann zu schweren Entzündungen der Zehen und Füße führen. Dabei ist bedachtes Vorgehen wichtig, da sonst kleine bis große Amputationen die Folge sein können.

Gemeinsam mit unserem Diabetologenteam um Dr. Carsten Giesche, unseren Kollegen der Angiologie und speziell dafür ausgebildeten Wundpflegern behandeln wir dieses Krankheitsbild mit hoher Erfahrung. Die Therapiekonzepte umfassen die Behandlung der Infektion, der Durchblutungsverbesserung, schonenden Abtragung toten Gewebes, der Entlastung und die adäquate Schuhversorgung.

Besteht eine terminale Nierenerkrankung mit eingetretenem oder unmittelbar bevorstehendem Verlust der Nierenfunktion, wird eine Dialyse („Blutwäsche“) notwendig. Sollte der behandelnde Nephrologe dies absehen können, so ist es ratsam, frühzeitig eine sogenannten AV-Shunt anzulegen. Auch Fettstoffwechselstörungen können eine Dialyse erforderlich machen.

Im Sankt Gertrauden-Krankenhaus können alle Formen dieser arteriovenösen Verbindung angelegt werden. Die Fistel kann dann nach etwa 6 Wochen zur Dialyse benutzt werden.

Sollte früher eine Dialyse notwendig werden, können spezielle Katheter, sogenannte Demers- Katheter, vorübergehend implantiert werden. Dies erfolgt über eine Ultraschall-gestützte Punktion der Halsvenen unter Lokalbetäubung. Ist die Dialysefistel ausgereift, wird der Katheter wieder entfernt.

Im Rahmen einer Tumorerkrankung oder einer dauerhaft künstlichen Ernährung benötigt man einen Zugang zum venösen System. Dazu wird eine kleine Kammer unter die Haut im Brustbereich implantiert. Aus dieser führt ein Schlauch in eine Vene. Die Kammer kann mit einer Nadel angestochen werden und so immer wieder benutzt werden. Diese Ports werden bei uns ambulant und in lokaler Betäubung implantiert.

Ein Volksleiden sind die sogenannten Krampfadern (Varizen). Durch lange stehende Tätigkeiten und auch durch Veranlagung kommt es zu Schließunfähigkeit des oberflächlichen Venensystems. Durch Rückstau des venösen Blutes kommt es zur Aufweitung der oberflächlichen Venen, was wiederum zu einer weiteren Störung der Klappenfunktion führt. Betroffene klagen über schwere Beine und Missempfindungen bis hin zu Ulzerationen (offene Beine). Was teilweise ein kosmetisches Problem ist, kann im Falle einer offenen Wunde oder bei Gerinnselbildung, Entzündung und verletzungsbedingten Blutungen gefährlich werden.

Vorzugsweise führen wir das klassische Stripping der Varizen über einen Schnitt in der Leiste und kleineren Schnitten am Bein durch. Diese Eingriffe wird häufig ambulant durchgeführt.

Sprechstunden

Die Notfallversorgung ist zu jeder Zeit über die Rettungsstelle des Sankt Gertrauden-Krankenhaus gesichert.

Für eine Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an das Sekretariat unserer Klinik für Gefäßchirurgie.

GKV-Versicherte bringen bitte die Einweisung zur stationären Behandlung mit.

Kooperationen

Das Team der Gefäßchirurgie arbeitet eng mit dem spezialisierten Gefäßzentrum am Sankt Gertrauden-Krankenhaus zusammen. Bitte besuchen Sie auch unser Medizinisches Versorgungszentrum.

Weitere Informationen und Dokumente finden Sie in unserem Download-Bereich.

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